Recht weit muß man in der Chronik von Reisach zurückblättern, um die »Anfänge« des heutigen Traditionsgasthaus Waller zu entdecken.

Eine enge Verbindung bezüglich der Entstehung des Gasthauses findet sich mit der Geschichte des naheliegenden Karmeliterklosters Reisach und reicht bis Mitte des 18. Jahrhunderts zurück.

Als Begründer des Gasthauses gilt der zu Reichtum und Titel gekommene »Wirkliche Hofkammerrat« Johann Georg von Messerer, ein geschäftstüchtiger Brauereisohn aus Bad Aibling und seine Frau Maria Klara Kern, die auch als Stifter des Klosters hier Geschichte schrieben.

Als Brauereisohn war es wohl fast selbstverständlich, daß beim Bau von Kloster und Kirche gleich ein Gasthof und eine Landwirtschaft mit eingeplant wurden. Und zu dieser Zeit war ein Gasthof fast eine kleine, eigene Gemeinde. Mußte doch jede Arbeit händisch durchgeführt werden und dazu waren eben viele Hände notwendig.

Mittlerweile stehen die ehrwürdigen Gemäuer des Klosters, aber auch die des Gasthauses in Reisach schon über 270 Jahre und wenn Mauern erzählen könnten, gäbe es bestimmt unzählige »Wirtshausgeschichten« über das Leben anno dazumal. Doch wie wir  alle wissen, bewahren Mauern ihre jahrhundertealten Geheimnisse für sich.

Aber als guter Wegweiser zum idyllisch gelegenen Gasthaus sind die Mauern allemal zu »gebrauchen«, vor allem die des alles überragenden Reisacher Kirchturms.

Seit der Jahrhundertwende bewirtschaftet die Familie Waller das stolze Anwesen, hat ihn geprägt und den Namen gegeben. Eine wechselvolle Geschichte ist mit dem Gasthaus eng verbunden, war von Höhen begleitet, blieb aber auch von Tiefen nicht verschont.
So verwandelte ein verheerendes Großfeuer in einer Oktobernacht 85 das stolze Anwesen in eine Ruine, der Dachstuhl brannte völlig aus - nur Schuppen und Stallungen kamen einigermaßen glimpflich davon. Mit tatkräftiger Mithilfe der ganzen Nachbarschaft wurde das Gasthaus wieder aufgebaut. Dabei legte die Familie Waller in traditionellem Bewußtsein großen Wert darauf, das Mauerwerk aus Findlingen und Ziegeln Baujahr 1749 möglichst orginalgetreu wiederherzustellen.

So präsentiert sich das Gasthaus Waller heute noch so wie einst, mit stolzen Außenmauern und einer unverändert großzügigen Raumgestaltung, wodurch die urgemütliche Gaststube ihre einmalige Atmosphäre behielt.

»Wer das erste Mal die in der Mitte geteilte Haustür öffnet, das Kreuzgewölbe durchschreitet und die Gaststube betritt, dem bleibt vor Staunen der Mund offenstehen: Die Stube ist ein wahres Kleinod. Ach wären doch alle bayerischen Dorfwirtshäuser sich so treu geblieben!«, beschrieb die Münchener Abendzeit im Januar 1990 in ihrer Serie über Landgasthöfe in Bayern. Damit wären wir auch schon in der Gegenwart angelangt, die Anfang 2005 mit einem Generationenwechsel in der Führung des Gasthaus Waller einhergeht.

Denn Tochter Anna Armborst übernahm am 1. Januar 2005 das »Zepter« und führt in guter, alter Gastwirtefamilientradition dieses gastronomische Kleinod.

Familie Waller

Wirtin Anna Armborst

Urfahrnstr. 10

83080 Oberaudorf

08033/1473

0176 18050014

aarmborst@t-online.de

Montag und Dienstag Ruhetag

Warme Küche durchgehend von 11.30 bis 20.30 Uhr

Wir haben ein gemütliches Gästezimmer mit Balkon zu vermieten.

Info Im Haus oder unter +49 (0) 8033 1473